“Einschlafen dürfen, wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten kann, ist der Weg zur Freiheit und Trost für Alle.”
Lieber Josef, liebe Herta mit Kindern, liebe gesamte Trauerfamilie
dieser Spruch gefällt mir besonders für die Mitzi gut.
Ihr großer Wunsch, möglichst frei und selbstbestimmt zu sein, ihren Alltag selbst gestalten zu können hat ihr Leben geprägt. Mit ihrer großen Stärke, alles anzunehmen, wie es kommt, ohne groß zu hinterfragen, ohne zu klagen wird sie mir in bester Erinnerung bleiben.
Durch ihre konsequente Art, ob beim täglichen Turnen, Radfahren, immer genau die gleiche Schrittanzahl gehen, sich zu zwingen, immer ein bissl aufzustehen usw. hat sie sehr lange eine für sie gute Lebensqualität bewahrt.
Zuerst liebevoll gepflegt und umsorgt von euch in ihrem Zuhause, dann im Altenwohnheim, wo sie sich vom ersten Tag an gut aufgehoben und bestens betreut gefühlt hat und es gleich als ihr “Dahoam” angesehen hat. Das war einfach die Mitzi, dafür wird sie mir ein Vorbild bleiben.
Wir haben es zusammen immer nett gehabt. Ob beim Philosophieren und netten Gesprächen über Gott und die Welt, aber besonders hat uns die gemeinsame Liebe zum Singen verbunden. Immer zwei Lieder… oft auch Neues auswendig gelernt, wo sie die Strophen tatsächlich schneller behalten konnte wie ich noch mit über 80 Jahren. Ihr Interesse für den Sport, früher selbst immer aktiv, dann am Fernseher, wo sie manchmal sagte … i ku nimma Fussball schauen weil ich immer mitstosse und das daleidn meine Fiass nimma…, Politik und vieles mehr hat ihren Geist wach gehalten.
Ihre sichtliche Freude wenn ich sie besucht habe, ihre große Dankbarkeit fürs Kommen und ihr steter Wunsch beim Gehen… kimm guat hoam… werde ich in mir als kostbaren Schatz bewahren.
Sie wird mir fehlen, aber ich weiß ja für mich bestimmt, dass wir uns wieder sehen, dann werden wieder zwei Lieder gesungen Mitzi!
In lieber Verbundenheit mit Euch ein stiller Gruß von Resi