Kondolenzbuch

Portrait von Juliane Wurzrainer

Juliane Wurzrainer

* 19.03.1944 † 24.09.2026

Urnenbeisetzung: 01.10.2026

Uhrzeit: 14:00 Uhr

Ort: St. Johann in Tirol

Information:

Die Urne unserer lieben Juli ist ab Dienstag, dem 29. September 2026 in der Aufbahrungshalle Friedhof Almdorf in St. Johann in Tirol für die letzten Abschiedsgrüße aufgebahrt.
Den Seelenrosenkranz beten wir am Mittwoch um 19:00 Uhr und am Donnerstag um 13:30 Uhr in der Friedhofskapelle Almdorf.

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    Juliane Wurzrainer

    Kondolenzbuch

    † 24.09.2026

    Denise:

    Ich kann mich noch erinnern.

    Ich kann mich noch erinnern, wie ich an einem ganz unscheinbaren Tag meine Schuhe anzog, einmal über den Parkplatz lief, die kleinen Treppen hinaufkraxelte, meine Schuhe wieder auszog und so lange am Fenster klopfte, bis sich der Vorhang schnell öffnete und mir ein wunderschönes Gesicht mit einem ehrlichen Lächeln entgegenstrahlte.

    Die Terrassentür ging auf und schon spürte ich die warmen Hände als ich eine herzliche Umarmung bekam.

    So schnell konnte niemand schauen, war ich schon in der Speis. Ich wartete darauf, dass mich jemand hochhob, damit ich mir vom Regal einen Lutscher oder ein Zuckerl aussuchen durfte. Meistens gab es danach noch ein Fridolin-Eis. Ich weiß nicht, wo es dieses Eis zu kaufen gab – aber ich weiß ganz genau, wo wir es immer bekommen haben.

    Nie hungrig setzte ich mich auf den feinsten Sessel, den ich kannte, oder auf die Couch mit dem coolen, höhenverstellbaren Couchtisch. Dieser Tisch hat mich schon damals fasziniert.

    Mit der in Folie eingewickelten Fernbedienung schaute ich so lange Mannei – bis sich die Wohnzimmertür öffnete und es Zeit für eine gute Jause mit ganz vielen Essiggurken war.

    Später musste ich aufs Klo. Und dieses Klo war so niedrig, dass sogar ich kleiner Stotz mir das gemerkt habe. Mit dem Lufterfrischer spielte ich dann so lange, bis er irgendwann leer war. Böse war mir deshalb aber nie jemand.

    Wenn ich danach wieder im Wohnzimmer saß und sich ein Auto der Einfahrt näherte, wurde die Fanta, die sonst immer griffbereit war, kurz zur Seite gestellt. Schon stand jemand vor dem Vorhang und wartete gespannt darauf, wer wohl aus dem Auto aussteigen würde.

    Eine andere Erinnerung führt mich ins Krankenhaus nach Kufstein. Ich war dort, um jemanden zu besuchen, und bin gemeinsam mit einer Dame im Rollstuhl so schnell durch die Gänge gedüst, dass unser Lachen wahrscheinlich in allen Zimmern zu hören war.

    Angekommen in der Cafeteria durfte ich mir etwas aussuchen und entschied mich für eine Breze. Als die Bedienung hinter der Budl zu mir sagte, wie brav ich doch wäre, meine Oma zu besuchen, entgegnete ich ihr ganz selbstverständlich:

    „Des is nid mei Oma. Des is de Juli.“

    Und mehr Worte brauchte es nicht.

    Egal, ob Mama, Schwester, Oma, Tante oder einfach nur Freundin – die Juli war die Juli.

    Eine Frau, die die Bedürfnisse anderer oft vor ihre eigenen stellte. Eine Frau, die immer etwas Süßes zu Hause hatte, falls die Kinder zufällig vorbeikamen. Eine Frau, die keine Sekunde zögerte, wenn jemand ihre Hilfe brauchte.

    Neben Radfahren, Puzzeln, Kreuzworträtsel lösen und auf Stelzen gehen, hat uns die Juli vor allem eines mitgegeben:

    Sie hat uns gelehrt, dass man mit Ehrlichkeit am weitesten kommt. Dass Hilfsbereitschaft nichts mit den anderen, sondern ganz viel mit einem selbst zu tun hat. Und dass ein bisschen gesunde Neugier im Leben nie schlecht ist.

    Wenn ich heute meine Erinnerungen mit euch teile, dann tue ich das mit einem weinenden und einem lachenden Auge.

    Mit einem weinenden Auge, weil ich die herzliche Umarmung meiner Juli nie mehr physisch spüren werde.

    Und mit einem lachenden Auge, weil ich weiß, dass in dieser Umarmung so viel Liebe gesteckt hat, dass ich sie für immer spüren werde, sobald ich mich daran erinnere.

    Heute sitzt die Juli oben im Himmel – wahrscheinlich gerade beim Kreuzworträtsel lösen – und der Sepp sitzt in der Küche und schaut Fußball.

    Und während die beiden dort oben ihre Zeit verbringen, bin ich mir sicher, dass die Juli auf uns herunterschaut, uns auf den richtigen Weg lenkt und uns bei all unseren Schritten beschützt.

    Juli, danke für deine Zeit.
    Danke für dein Lachen.
    Danke für deine offenen Arme.
    Und vor allem: Danke für deine Liebe.

    Ich hab dich lieb.

    Deine Denise

    Geschrieben am 28.09.2026 um 21:13

    Fam. Muzzopappa:

    Einen Menschen loslassen,
    ist immer eine schwere Erfahrung.
    Wenn wir jemanden verlieren,
    der uns nahestand oder den wir geliebt haben, tut das besonders weh.
    Unser Herz gleicht dann einer Wunde,
    die schmerzt und lange nicht heilt.
    Auch viele noch so gut gemeinte Worte
    können diesen Schmerz oft nicht lindern.
    In solchen Situationen würden wir uns
    am liebsten von allem zurückziehen.
    Gedanken müssen geordnet und Gefühle bewältigt werden.
    Doch sind da Erinnerungen, schöne Stunden, gemeinsam Erlebtes, Höhen und Tiefen, einfach Momente die einzigartig, die schön und unvergessen bleiben.
    Diese Momente gilt es festzuhalten und in Euren Herzen zu bewahren.

    Liebe Renate mit Günther, liebe Trauerfamilien wir wünschen Euch viel Kraft und Trost in dieser schweren Zeit.

    Herzlichste Anteilnahme entbieten Fam. Muzzopappa mit Marianne Seibl

    Geschrieben am 28.09.2026 um 00:56

    Christoph W.:

    Liebe Juli, dieser Abschied ist leider für immer,  du warst ein sehr besonderer Mensch für mich, ich werde dich sehr vermissen. Irgendwann werden wir uns wiedersehen. Christoph 

    Geschrieben am 26.09.2026 um 19:43

    Soder Michi:

    Liebe Renate mit Günter.

    Ich durfte deine Mama bei meiner damaligen Arbeit im Pflegeheim kennenlernen.Juliane war bei den Aktivierungen  immer mit Freude dabei,egal was wir machten sie hat’s probiert und es gab immer was zu lachen.Trotz ihrer Krankheit war sie positiv und hat den Mut nicht verloren. Am meisten hats mich gefreut wenn ich dich Renate und Juli beim Spazieren getroffen habe und wir für einen Ratscher Zeit hatten.Jetzt hat die Kraft sie verlassen und Juliane konnte einschlafen.Pfiate werd die vermissen,schlof guat und pass guat auf deine Lieben auf.

    Mein aufrichtiges Beileid und in Gedanken bei euch.  Michi Soder

    Geschrieben am 25.09.2026 um 19:41